Haus der Kinder Pfaffenhofen
Umbau und Erweiterung für Volksschule, Kindergarten und Kindergrippe mit Bibliothek und Begegnungszone
Das Haus der Kinder als offenes, lebendiges Lernumfeld der Zukunft mit Außenraumbezug versteht sich als verbindende Einheit zwischen Schule und öffentlichem Raum.
Daten
Auftraggeber
Gemeinde Pfaffenhofen
Status
EU-weiter, nicht offener Realisierungswettbewerb
mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren, 2026
NGF
1.987 m² (Um- und Neubau)
Auszeichnungen
3. Rang
Entwurfsidee ist es, durch Umstrukturierung und Erweiterung des bestehenden Schulhauses ein offenes, lebendiges und dem Lernen von Morgen gerecht werdendes Haus der Kinder mit Außenraumbezug zu schaffen, welches sich wie selbstverständlich in die gewachsene Dorfstruktur und das neue Dorfzentrum mit der Begegnungszone als verbindende Einheit einfügt.
Grundriss Erdgeschoss
Das Schulhaus wird nach Westen hin erweitert. Die offene Erdgeschosszone mit der Aula, Speiseausgabe und der Bibliothek lassen den neuen Schul– und Dorfplatz durch die großzügig öffenbare Fassade der multifunktional nutzbaren Räumlichkeiten in das Gebäude fließen und schaffen so die kommunikative Spange zwischen Schule und öffentlichem Raum.
Nach Südwesten hin nehmen Sitzstufen das Gelände auf und schaffen einen attraktiven, ebenen Vorplatz mit großzügigen, überdachten Freibereichen für Schüler und Besucher und bieten Platz für die Austragung von Veranstaltungen und Feiern sowie überdachte Fahrradabstellplätze.
Im Süden anschließend werden im Dorfpark zwischen Wildobstbäumen attraktive Freiflächen für die Bewohner – wie auch die Schüler geschaffen. Die beschatteten Sitzstufen der Parkarena bieten Platz für Treffen, Kurse und das Lernen im Freien.
Die Bibliothek im Erdgeschoss tritt durch ihre prominente Lage mit Blick auf die Kirche und den Dorfplatz in Kommunikation mit dem Ort und öffnet sich im Rauminneren durch Schiebeelemente zur Aula, der Speiseausgabe und dem Schulgebäude an sich.
Der direkt an die Aula anschließende, zentrale, Erschließungskern erlaubt die barrierefreie Erschließung des Schulgebäudes auf kurzem Wege. Der direkte Zugang zum Schulgarten bleibt dennoch erhalten.
Für die Volksschule wird in den Obergeschoßen das Bestandsgebäude nach Westen um die zusätzlich erforderlichen Raumflächen erweitert, im Bestand werden unter Bedachtnahme der bestehenden Tragstruktur großzügige, zentral gelegene Lernlandschaften als flexible pädagogische Einheiten mit Außenraumbezug entwickelt, welche individuelles Lernen ebenso wie gemeinschaftliche Aktivitäten ermöglichen. Ein großzügig belichtetes Innenatrium stellt den kommunikativen Bezug zwischen den Ebenen her.
Grundriss 1.Obergeschoss
Grundriss 2.Obergeschoss