Volksschule NeuRum - Neue Mitte
Sanierung und Erweiterung der Volksschule NeuRum
Auf Basis der vorgegebenen Masterplanung wird das bestehende Gebäude um acht Unterrichtsklassen erweitert, im Zubau finden der Speisesaal, die Verwaltung und die Gemeinschaftsräume ihren Platz.
Daten
Auftraggeber
TIGEWOSI
Tiroler Gemeinnützige Wohnungsbau-
und Siedlungs Ges.m.b.H.
Status
Wettbewerb, 2025
NGF
2.679m² NF
Auszeichnungen
Wettbewerb, 2. Rang
“Die Schule von Morgen ist mehr als ein reiner Lernraum. Sie ist – in Zeiten von Tagesbetreuung und Ganztagesschulen – ein Ort der Geborgenheit, welcher den RAUM für die Entwicklung eines Kindes, seine Kreativität, soziale und emotionale Kompetenz bietet, beeinflusst und prägt.”
Grundriss Ebene 0
Die Schule als Dorf
Offene, lichtdurchflutete Räume lassen sich unter Einbeziehung des Außenraumes individuell bespielen und benutzten und passen sich so den Bedürfnissen der zukünftigen Benutzer an. Der Außenraum wird Teil des Lernraumes. Differenzierte Bereiche schaffen unterschiedliche Qualitäten. Der Schulgarten bietet mit seinen Spielehügeln den naturnahen Bezug, die Terrassen und Loggien sind Erweiterung des Innenraumes – auch für das Lehrpersonal.
Das Bestandsgebäude wird um zwei Geschosse in Leichtbauweise aufgestockt, und nord-östlich um einen zweistöckigen Zubau in Hybridbauweise erweitert. Der klare Stützenraster schafft flexible Raumsituationen, die neutral genutzt und einfach erweitert / umstrukturiert werden können.
Die neu zu schaffenden Räume werden als logische und wirtschaftliche Weiterfolge des bestehenden Achsrasters in der Vertikalen sowie der Horizontalen generiert.
Im Bestandsgebäude bildet zukünftig jedes Geschoss einen Jahrgangs-Cluster eine Organisationseinheit. Offen gestaltete Lernfamilien im Zentrum jeder Einheit bilden den Marktplatz, ein Raum für Begegnung, Austausch, zum Lernen aber auch zur Erholung. Jedem Cluster zugeordnete, vorgelagerte Loggien bilden den Bezug zum Außenraum und ermöglichen das Lernen im Freien. Dennoch ist eine unabhängige Nutz- und Sperrbarkeit der einzelnen Raumnutzungen möglich. Der Zentrale Lichthof fördert das Gemeinschaftsgefühl.
Die Positionierung des Fluchtstiegenhauses nördlich des Bestandsgebäudes erlaubt die Errichtung des notwendigen zweiten Rettungsweges ohne Eingriff in das Bestandsgebäude während der ersten Baustufe.
Grundriss Ebene 1
Terrasse macht Schule
Eine große Treppe mit Sitzstufen verbindet das Erdgeschoss mit dem Obergeschoss, wo die Verwaltung und der Dorfplatz – zentral gelegen und auf kurzem Wege erreichbar – als Herzstück der Schule situiert ist. Die vorgelagerte, teilüberdachte Gemeinschafsterrasse mit Verbindung zum Spielegarten ist Erholungsraum, Lernraum, Kreativraum und Treffpunkt zugleich und lässt sich bei Schlechtwetter in das Innere des Gebäudes erweitern.
Der Fassadenrücksprung markiert den neuen Haupteingang und erweitert den Vorplatz der Schule. Die Auskragung gewährt den Witterungsschutz für die Fahrradabstellflächen. Die Besucher werden in der offenen, lichtdurchfluteten zweigeschossigen Aula empfangen. Der leicht versenkte Speisesaal wird durch das Öffnen der Fassade vom Innen- zum Außenraum, die nach außen verlängerten und das Gelände aufnehmenden Trittstufen verstärken diese Wirkung und bieten das entsprechende Ambiente für eine multifunkrionale Nutzung – auch abseits des Schulbetriebes.
Grundriss Ebene 2